Die Duduk: Armeniens seelenvolles Instrument
Die Duduk, die ergreifende Stimme Armeniens: was das UNESCO-Instrument ist, wie es gespielt wird und warum es so berührt.

Im Jahr 2005 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen, ist die Duduk eines der beliebtesten Instrumente Armeniens. Dieses Doppelrohrblatt-Holzblasinstrument ist ein Symbol der armenischen Musik und der weiteren Nationalkultur, und seine Geschichte reicht tief in die Antike zurück: Einige der ältesten erhaltenen Exemplare, datiert auf ein Alter von 3.500 bis 4.000 Jahren, wurden in Ägypten gefunden. Hier ist alles, was Sie über dieses bemerkenswerte Instrument wissen sollten.
Was ist die Duduk?
Einfach ausgedrückt ist die Duduk ein zylindrisches Instrument von etwa 30,5 cm Länge, durchbohrt mit acht Grifflöchern und einem weiteren an der Unterseite, ähnlich einer Flöte. Heute gibt es auch längere Modelle mit zehn Löchern. Sie wird traditionell aus Aprikosen- oder Birnenholz geschnitzt, und für viele Armenier trägt die Duduk aus Aprikosenholz die eigentliche Seele des Volkes in sich.
Ihr Rohrblatt, bekannt als Ghamisch, besteht aus einem einzigen Stück Schilfrohr, das abgeflacht, gespalten und dort, wo es auf den Korpus des Instruments trifft, umwickelt wird.
Die bekannteste Stimme der armenischen Musik
Neben der Oud ist die Duduk das unverwechselbarste Instrument der armenischen Volksmusik. Sie hat einen ausgesprochen melancholischen Klang, der am häufigsten bei Beerdigungen zu hören ist, obwohl Musiker sie auch bei Festen und Tänzen spielen.
Varianten des Instruments finden sich auf dem Balkan, im Nahen Osten und in Zentralasien, doch es ist vor allem armenisch, als Nationalsymbol ebenso geschätzt wie der handgewebte armenische Teppich. Es hat sogar Hollywood erreicht: Die Duduk ist im Soundtrack von Gladiator (2000) zu hören, gespielt von Jivan Gasparyan, dem weltweit berühmtesten armenischen Duduk-Virtuosen.
Wie wird die Duduk gespielt?
Die Duduk wird oft als Duo gespielt: Ein Musiker hält einen gleichbleibenden Bordunton darunter, während der zweite die Melodie spielt. Um diesen fortlaufenden Ton ohne Unterbrechung zu halten, verwendet der Spieler eine besondere Zirkularatmungstechnik. Ein Regulierungsring um das Rohrblatt hilft, den Klang zu stabilisieren.
Das Instrument hat eine sanfte, tiefe Stimme, die nasal und metallisch werden kann, wenn man kräftiger hineinbläst. Es erinnert an das Englischhorn oder das tiefe Register der Klarinette, dunkel und warm, doch unendlich samtiger.
Die Grundlagen erlernen
Lust, es zu lernen? Der beste Einstieg ist eine Unterrichtsstunde bei einem Profi, der Ihnen zeigt, wie Sie den Ton finden, die grundlegenden Griffe und einfache Melodien beherrschen. Noch besser: Hören Sie das Instrument auf einer Reise live, viele von Eriwans Bars und Jazzclubs bieten es. Sie werden Ihre eigene Duduk zum Üben zu Hause haben wollen, und wenn Sie eine online bestellen, halten Sie sich an einen bekannten, seriösen Verkäufer. Betrügereien sind häufig, informieren Sie sich also gründlich, bevor Sie zur Karte greifen.
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